Formspring.me – oder: gibt es dumme Fragen?
Der von mir sehr geschätzte Prof. Kurt Tittel gab mir anlässlich eines Privat-Seminars in Leipzig auf diese Frage einmal folgende Antwort: Es gibt keine dummen Fragen – es ist nur dumm die Möglichkeit zu fragen nicht zu nutzen. Demnach stammt vermutlich die Hälfte aller anonym gestellten Fragen auf Formspring.me von Herrn Prof. Tittel persönlich.
Ganz seiner Meinung bin ich übrigens nicht. Meiner Meinung nach gibt es schon saudumme Fragen (die sich bei Formspring kommentarlos löschen lassen). Aber viel häufiger tritt der Fall ein, dass eine günstige Fragemöglichkeit ungenutzt bleibt. Dabei lernen im Frage-Antwort-Spiel in der Regel sowohl der Fragende als auch der Befragte, wie Sascha Lobo in zwei Buchstaben als Antwort auf eine Frage feststellt:
Aktuell haben ca. 20 % meiner Followings eine Formspring-Seite angelegt (mit wachsender Tendenz), ca. 5 – 10 % lassen kaum eine Gelegenheit aus, gegen den neuen Dienst zu wettern, der Rest hat sich noch nicht geäußert. Zwei Personen haben ihren Account bereits wieder gelöscht, eine pausiert zumindest.
Meine ersten Kontakte zu Formspring.me auf Twitter waren ziemlich negativ. Die ersten drei oder vier Tweets zum Thema haben Formspring verteufelt als sei es die neue Schweinegrippe. Dann habe ich mal so ein Formspring-Profil angeschaut. Zu meinem Glück war es das von Alexandra Tobor, die als @silenttiffy twittert. Schwupps – schon war ich fasziniert. Sie versteht es in einer Leichtigkeit UND Tiefe ungewöhnliche Gedanken einfach und einfache Gedanken ungewöhnlich zu präsentieren.
Die nächsten betrachteten Formspring-Seiten, haben mich nicht besonders angesprochen. Aber hier verhält es sich ähnlich wie bei den Twitter-Profilen: Viele davon lösen in mir nichts aus, obwohl der Schreiber für ihn relevante Tweets schreibt (und vermutlich ein ganz toller Typ oder eine ganz tolle Typine ist).
Als ich mir jedoch noch die Formspring-Seiten von @saschalobo, @textzicke, @HappySchnitzel, @KatjaBerlin, @BinaSchnecki, @Inez737 und @Wondergirl angeschaut hatte, war klar: Ich will auch so eine Seite.
Wer mich von Twitter kennt weiß, dass die Preisgabe allzu persönlicher Details meine Sache nicht ist. Also kam ein „Frag-mich-alles-Account“ für mich nicht in Frage. Auf der Seite sollte es mehr um den Fragesteller und nur am Rande um mich gehen. So hätte es einen Nutzen, für den ich gerne die Zeit investierte.
Vor dem Anlegen eines Accounts habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und dabei versucht, nicht in die Schwarz-Weiß-Denkfalle zu tappen. Also nicht: wettern oder lobpreisen, sondern Für und Wider abwägen.
Die überzeugten Gegner führen z.B. das Argument an, dass man schon sehr exhibitionistisch veranlagt sein müsse, um sich von aller Welt befragen zu lassen und das auch noch anonym. Mir ist nicht ganz klar, ob sie es nicht bemerkt haben oder geflissentlich ignorieren, aber auch auf Twitter beantworten wir anonyme Fragen: früher „What are you doing?“ jetzt: „What’s happening?“ Dass mit diesen Fragen zum Teil recht kreativ umgegangen wird, muss nicht auf Twitter begrenzt bleiben. Auch Fromspring bietet dazu genügend Möglichkeiten.
Der Nervfaktor für etliche Twitter-Nutzer ist allerdings nicht von der Hand zu weisen. @Mellcolm kombiniert in diesem Tweet nicht nur den Störeffekt, sondern auch die vermutete Kurzlebigkeit:
Schon deftiger formuliert es die @poetin und prangert damit vor allem die vielen Hinweislinks zu Formspring auf Twitter an:
So oder ähnlich äußern sich viele. Für mich interessant ist, warum ich noch niemals einen vergleichbaren Tweet zu Youtube-Links und nur sehr wenige zu blip- oder last.fm-Links gelesen habe. Möglicherweise werden die Hinweis-Links zu Formspring gerade in dieser “Hype-Phase” als Aufforderung zur persönlichen Beteiligung, sei es als Fragender oder mit einem eigenen Formspring-Profil, verstanden. Bei einem Youtube-Link denkt wohl niemand daran, dass er damit dazu bewegt werden soll, eigene Videos hochzuladen.
Aber der Reihe nach:
Was ist Formspring?
Formspring.me ging am 23. November 2009 online und ist eine Plattform, die es ermöglicht anonym Fragen an den Account-Inhaber zu stellen, die dieser dann mehr oder weniger ausführlich beantwortet, so er denn mag. Er kann die Frage nämlich auch einfach unbeantwortet lassen und löschen. Das bemerkt neben dem Fragenden niemand, da die Frage erst gemeinsam mit der Antwort veröffentlicht wird.
Das veränderbare „Ask me anything“ liefert die Möglichkeit ein Themengebiet festzulegen. Z.B. „Frag mich zu Excel und Tabellenkalkulation“, „Was Sie schon immer über Sex wissen wollten - aber bisher nicht zu fragen wagten“, etc. Maximal stehen hier 120 Zeichen zur Verfügung. (das “Sex” ist nur fett verlinkt, damit Du weiterliest – in der Hoffnung es gibt mehr davon)
Leider muss der Formspring-Name für das Profil alphanumerisch sein. Der Unterstrich meines @fitness_oli kann also z.B. nicht übernommen werden.
Die Designmöglichkeiten des Profils sind ähnlich limitiert wie bei Twitter: einige Hintergründe können gewählt, ein Hintergrundbild hochgeladen, die Hintergrundfarbe verändert sowie ein Profilbild nebst Bio (max. 250 Zeichen) eingefügt werden.
Die anonyme Fragemöglichkeit kann man übrigens in den Profil-Settings abwählen. Dann werden nur noch Fragen von ebenfalls registrierten Nutzern zugelassen. Allerdings macht gerade die Anonymität für viele den besonderen Reiz aus.
Wer selbst einen Formspring-Account angelegt hat, kann bei Fragen an andere Formspring-User wählen, ob er die Frage mit Link zum eigenen Profil oder anonym stellen möchte. Voreingestellt ist die personifizierte Fragestellung. Also denkt dran, auf anonym zu switchen, wenn ihr nicht wollt, dass die befragte Person weiß von wem die Frage stammt – sonst kann so was hier passieren:
Da bedarf es dann schon einer ungelenken Formulierung, um den Kopf aus der Schlinge zu ziehen:
Auch wenn Du nicht vorhast, selbst Fragen auf Formspring zu beantworten, kann es sinnvoll sein ein Profil mit Deinem Twitter-Namen anzulegen. Erstens verhinderst Du so, dass jemand anderes unter Deinem Twitter-Namen auf Formspring Fragen beantwortet und es so zu Verwechslungen kommt und zweitens kannst Du den Account als Lese-Account nutzen, der das Verfolgen für Dich interessanter Formspringer vereinfacht. Im Menüpunkt Following erhältst Du so etwas wie eine Timeline bei Twitter, die allerdings zurzeit noch von Hand aktualisiert werden muss. Anders als bei Twitter ist weder die Zahl der Verfolger einsehbar, noch weiß man wer einen verfolgt.
Genauso wie nur ein kleiner Teil der Blog-Leser einen Artikel kommentiert, wird nur ein kleiner Teil der Formspring-Leser auch eine Frage stellen.
Gestellte Fragen sind nicht mehr editierbar. Natürlich kann man den Befragten bitten, sie nicht zu veröffentlichen Dazu einfach eine entsprechende Nachricht in das Fragefeld schreiben und ab die Post. Schickt man die korrigierte Frage hinterher, wird ein anständiger Mensch wohl auch diese und nicht die fehlerhafte beantworten.
Einmal veröffentlichte Antworten, die einem doch nicht gefallen oder die Rechtschreibfehler enthalten sind zurzeit nicht unmittelbar editierbar. Ähnlich wie ein verunglückter Tweet auf Twitter kann die Frage inklusive Antwort gelöscht werden. Sie erscheint dann – ohne Antwort – wieder im Posteingang. Nun kann eine neue Antwort verfasst und erneut veröffentlicht werden. Ebenfalls wie ein Tweet auf Twitter erscheint die Frage dann nicht an der gelöschten Stelle, sondern immer an oberster Position. Mit dieser Technik lassen sich auch wiederholt gestellte Fragen nach oben holen. Die alte Frage löschen (Antwort vorher kopieren). Frage im Posteingang mit der kopierten Antwort versehen und veröffentlichen. Jetzt steht sie wieder ganz oben.
Lässt sich Formspring mit Twitter vergleichen?
Formspring lässt sich aus verschiedenen Gründen kaum sinnvoll mit Twitter vergleichen. Der aus meiner Sicht gravierendste Unterschied ist der fehlende Echtzeitcharakter. Sascha Lobo schreibt dazu:
„Die nächste grosse Entwicklungsstufe des Internet wird das Real Time Web sein, das Echtzeit-Netz. Müsste man in groben Phasen unterteilen, was mit dem Netz passiert und würde man sich dazu herablassen, die Versionsnummern des Internet doch nochmal zu benutzen, es würde sich so lesen:
Web 1.0: Da ist das Netz.
Web 2.0: Da sind Menschen im Netz.
Web 3.0: Da sind Menschen im Netz – genau jetzt.Weil “Web 3.0″ niemand außerhalb von Twitterschulungen für Abteilungsleiter ernsthaft sagen kann, ist Real Time Web oder Echtzeit-Netz ein adäquater Ersatz, denn machen wir uns nichts vor, ohne Buzzwords geht es heutzutage nicht.“
Der komplette Artikel „Warum “Mmh, Kaffee” der wichtigste Tweet der Welt ist oder: Das Echtzeitnetz kommt.“ findet sich hier.
Mit einem Schuss Ironie äußert sich Sascha Lobo über die Wichtigkeit von Formspring auf seiner Formspring-Seite:
Ein weiterer, sehr augenscheinlicher Unterschied ist die Zeichenbegrenzung von 140 Zeichen, die es auf Formspring.me nicht gibt. Außerdem lässt Formspring (noch) einige Features vermissen, die Twitter kennzeichnen.
Wo liegen die Schwächen? Was könnte ergänzt werden?
Ohne eine stärkere und transparentere interne Vernetzung bleibt Formspring.me immer auf externe Linkgeber angewiesen. Blogs sind da nicht besonders geeignet, weil man nicht täglich einen Blogartikel zur Erinnerung posten kann und die Lebensdauer eines Blog-Eintrags selten mehr als ein paar Tage beträgt. Twitter scheint da schon geeigneter. Die Lebens- und Aufmerksamkeitsdauer eines Tweets beträgt zwar in der Regel nur wenige Minuten, aber das kann in dem Falle durchaus von Vorteil sein, weil auch der nervende Charakter solcher „Stell-mir-Fragen-auf-Formspring“-Aufrufe schnell wieder vergessen ist. Solange aber Twitter als Linkgeber erforderlich bleibt, um Formspring zu beleben, wird Formspring immer nur eine relativ kleine Teilmenge der Twitteruser als Aktive Nutzer und eine etwas größere als passive Nutzer (Fragensteller) ausmachen können. Da Twitter selbst zurzeit – in Deutschland – noch kein Massenphänomen ist, wird eine Teilmenge möglicherweise als kritische Masse nicht ausreichen.
Es lässt sich nur mutmaßen, warum die Followings bei Fromspring anonym bleiben. Möglich ist, dass sich Formspring gerade in diesem Punkt von Facebook, Twitter, Studi-VZ und Co. abgrenzen möchte. Meiner Meinung nach eine denkbar schlechte Idee, weil so jegliche Transparenz der Vernetzung fehlt.
Über alle Möglichen Rankings (Followerzahl, Listenzahl, Favcharts, etc.) auf Twitter darf man gerne geteilter Meinung sein. Fakt ist: ohne Rankings wäre ich vielen Twitterern bisher gar nicht begegnet, weil ich nicht gewusst hätte, dass es sie gibt.
Ein erster Ansatzpunkt zur Erstellung eines Rankings wurde gestern eingeführt: die Zahl der beantworteten Fragen. Zwei Beispiele (Stand 22.12.2009):
Diese Information im Profil lässt sich nun auslesen und es wird sicher nicht lange dauern, bis es eine Rangliste der Formspringer mit den meisten beantworteten Fragen gibt. Dabei ist die Position im Ranking gar nicht so wichtig wie die Möglichkeit, überhaupt eine Zusammenstellung einiger Formspringer zur Verfügung zu haben.
Neben der Dauer der Zugehörigkeit wird in erster Linie der Grad der Vernetzung in bereits bestehenden Netzwerken beeinflussen, wie viele Fragen einem Formspring-User gestellt werden. Über kurz oder lang wird natürlich die Güte der Antworten ebenfalls ein entscheidendes Kriterium sein. Sind sie informativ, unterhaltsam, persönlich…?
Wenn die Anzahl der Fragen als Ranking-Kriterium eingesetzt wird, wird von denen, die Wert auf ein hohes Ranking legen, vermutlich ein höherer Anteil an Fragen beantwortet.
Ein Problem, das sich bei einigen hundert oder sogar einigen tausend beantworteter Fragen ergibt: Wiederholte Fragen. Für den Antwortenden wird es irgendwann langweilig, immer die gleichen Antworten zu geben. Das hängt natürlich von der Art der Frage ab. Wird zum x-ten Mal nach der Körpergröße gefragt, bleibt die Antwort immer die gleiche. (mit den Jahren vielleicht ein bisschen weniger). Bei einer Frage wie: wer hat Dich zum Twittern motiviert etc. ist es ähnlich. Es gibt verschiedene Möglichkeiten damit umzugehen:
- Die Frage wird erst gar nicht veröffentlicht
- Die Frage wird veröffentlicht, aber die Antwort verwehrt, mit dem Hinweis, dass sie weiter unten schon einmal gestellt wurde
- Die Frage wird veröffentlicht und noch einmal beantwortet (Solange es keine Suchfunktion gibt wäre das die sinnvollste Variante für Firmen-Service-Accounts)
Bei anderen Fragen wird sich die Antwort im Zeitverlauf möglicherweise verändern. Heute sähe meine Antwort auf die Frage, welchen Stellenwert Twitter für mich hat anders aus, als vor einem Jahr.
Um größeres Chaos zu vermeiden, sollte hier dringend eine Tagging-Möglichkeit geschaffen und eine Suchfunktion integriert werden. Jedes Standard-CMS (Content Management System, z.B. Joomla, Dupral, etc.) verfügt heute über ein solches Tool.
Eine externe Verlinkung wird auf Formspring.me unnötig erschwert, weil Webadressen nicht in klickbare Links umgewandelt werden. Es soll vermutlich helfen den größten Spam fernzuhalten, ist aber im Handling mit copy and paste sehr umständlich.
Bilder lassen sich ebensowenig in die Antworten einfügen wie sich die Texte formatieren lassen. Ob das notwendige Features sind, sei dahingestellt. Hilfreich wäre es schon. Aber es belastet natürlich auch die Server-Kapazitäten. Mit ersten unangekündigten und unkommentierten Ausfällen hat Formspring schließlich auch schon auf sich aufmerksam gemacht. Treffend kommentiert von @HappySchnitzel:
Schon von einigen wurde scherzhaft eine Art Fav-Funktion für Antworten auf Formspring eingefordert. Etwas Vergleichbares gibt es ja schon in anderen themenbezogenen Frageforen oder auch für die Rezensionen auf Amazon. „War die Antwort hilfreich?“ könnte z.B. von registrierten Nutzern mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden. Auf diese Weise würde möglicherweise die Qualität der Antworten noch zunehmen und natürlich besteht auch hier wieder eine Ranglisten-Möglichkeit: „X von Y Lesern fanden diese Antwort (auch als Gesamtzahl denkbar) hilfreich”.
Einige der hier beschriebenen Missing-Features gibt es möglicherweise schon, wenn Du diesen Artikel liest. Ich werde den Text nämlich nicht anpassen, wenn die Betreiber neue Möglichkeiten offerieren. Er soll eine Bestandaufnahme zum heutigen Zeitpunkt bleiben.
Wer den Account nutzt, um fachspezifische Fragen zu beantworten, sollte regelmäßig die Fragen mit ihren Antworten kopieren und speichern. Für den Fall, dass Formspring.me den Service einstellt oder die Nutzungsbedingungen unzumutbar verändert, lässt sich aus dem bereits Geschriebenen ein Blogpost zusammenstellen.
Wo liegen die Stärken?
Neben der Möglichkeit des anonymen Fragestellens, sehe ich einen Vorteil in der Personen- oder Institutionsbezogenheit im Gegensatz zur reinen Themenbezogenheit in üblichen Frageforen. Hat man als Leser und Frager erstmal Vertrauen zu einem Antwortenden aufgebaut und kennt seinen Stil, kann das für viele Fragen ein echter Vorteil sein.
Auch die sehr unkomplizierte Wahlmöglichkeit zwischen anonymer oder personalisierter Frage kann vorteilhaft sein. Der Vorteil des anonymen Fragens erklärt von selbst (insbesondere bei themenbezogenen Formspringaccounts wie z.B. meinem – wer möchte beispielsweise seine Magersucht personenbezogen diskutiert wissen?). Der Vorteil des personalisierten Fragens liegt darin, dass der Befragte sich vielleicht besser auf den Frager einstellen kann, weil er ihn schon ein bisschen kennt und auch, dass Fragen bevorzugt beantwortet werden können.
Die Möglichkeit bei der Wortfülle nicht begrenzt zu sein, dürfte vor allem Twitter-Nutzern überhaupt erst als Vorteil auffallen, muss aber nicht nur Positives mitbringen. Ein Reiz der Zeichenbegrenzung besteht darin, einen Gedanken solange zu bearbeiten, bis er in das Zeichenlimit passt. Das hat was von Bildhauerei und seinen eigenen Reiz: den Stein solange bearbeiten, solange Überflüssiges wegmeißeln, bis die Statue – der perfekte Tweet – übrig bleibt.
Welche Nutzungsmöglichkeiten bieten sich auf Formspring?
Ein Link zum eigenen Formspring-Account kann die klassische „Über mich“-Seite in Blogs dynamisch ergänzen. Auch die Twitter-Bio lässt sich so informativ erweitern.
Während themenbezogene Foren ein Thema mehr oder weniger gründlich beleuchten, geschieht das auf Formspring mit dem personenbezogenen „Frageforum“ eben für den einzelnen. Je bekannter jemand in einem Social-Network bereits ist, umso eher sind viele Fragen zu erwarten. Sind die Rollen also klar verteilt (siehe übernächste Frage)? – Die die schon bekannt sind, erhalten die Fragen, die übrigen sollen fein fragen? Ich glaube nicht. Insbesondere themenbezogene Accounts bieten die Möglichkeit, die Fragestellenden von der eigenen Kompetenz zu überzeugen. Das ist ganz besonders für Selbständige und Freiberufler interessant. Hier können sie Mini-Arbeitsproben mit potenziellem Kundennutzen abliefern.
Selbst wenn beispielsweise ein freiberuflicher Texter, Grafiker, Programmierer etc. sich für die offene Fragevariante entscheidet – also das Thema nicht fachspezifisch eingrenzt – kann er geschäftlich davon profitieren, da mit Bekannten lieber Geschäfte gemacht werden (Geburtstagsparty-Effekt):
Lerne ich jemanden auf einer Geburtstagsparty oder einem vergleichbaren Event kennen, weiß ich meist nicht allzu viel über diesen Menschen. Trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, es handelt sich jetzt um einen “guten Bekannten”. Ich habe einige Jahre lang einen Fitnessclub betrieben und dabei ist mir mehr als einmal folgendes passiert: Im Normalfall war es völlig aussichtslos mit mir über die Beitragshöhe verhandeln zu wollen. Wollte sich aber jemand anmelden, den ich zuvor auf einer Geburtstagsparty kennen gelernt habe, war ich doch zu einem Preisnachlass bereit. Vielleicht hat der unbewusste Gedanke eine Rolle gespielt, dass die Person ja nur wegen unseres Kontakts auf der Party in den Fitnessclub gekommen ist – mir also einen Vertrauensvorschuss gewährt. Dieses Vertrauen habe ich dann sozusagen vergütet.
Ein positives Beispiel hierfür liefert @textzicke mit ihrem Twitter-Account ebenso wie auf ihrem Formspring-Profil. Wer zwei vergleichbare Angebote vorliegen hat – eines von einem völlig unbekannten Texter und eines von ihr – wird viel eher (sofern er dem Charme ihres Online-Auftritts erliegt) ihr, als der vertrauteren Person, den Zuschlag geben.
Eine weitere Nutzungsmöglichkeit für Formspring bietet sich Firmen aus allen Branchen als Service-Plattform. Sie benötigen auf diese Weise kein aufwendig zu moderierendes Forum, sondern können die Fragen zeitnah beantworten. Es ist dann weniger ein „Von oben herab“ sondern viel mehr ein „Mittendrin“. Natürlich bleibt das Problem der Wiederholungsfragen. Um Mehrfachantworten zu vermeiden, könnte der Service-Mitarbeiter einfach die Frage beantworten und die Vorversion der Frage löschen (wenn sie wirklich identisch ist – also so was wie: Wieviel Gramm sind in der neuen Packung xy enthalten?).
Wie jedes Social-Network wird auch Formspring.me als Kennenlern-Plattform ge(miss)braucht werden können. Durch die einseitige und anonyme personenbezogene Fragemöglichkeit, lässt sich so einiges über die angeschwärmte Person herausfinden (soweit die befragte Person mitspielt). Hier stellt sich mir allerdings die Frage: Will man das? – Dass man den Angebeteten oder die Angebetete alles fragt, was einen interessiert und dann weiß man’s? Oder möchte man nicht doch den natürlichen Rhythmus und diese besondere Magie der Kennenlernphase genießen?
Ist Formspring.me ein Instrument für Selbstdarsteller?
Eitle Selbstdarsteller die Antwortenden, Voyeure die Fragenden und Leser – so wird von den Formspring-Gegnern argumentiert. Dieser Argumentation schließe ich mich nicht an, bzw. ich kann ihr nicht ganz folgen.
Mancher Fragesteller fragt tatsächlich eher um selbst gut auszusehen als um wirklich etwas zu erfahren. Fragen aus echtem Interesse: das können wir auf Formspring lernen. Dann ist es auch nicht nur eine weitere Möglichkeit Zeit unbefriedigend zu nutzen. Bevor ich ein Klatschmagazin im Fernsehen oder auf Papier konsumiere, interessiere ich mich lieber für echte Menschen. „Aber das sind doch gar keine echten Menschen. – Das ist doch alles nur virtuell.“, wird mir dann gerne entgegnet. Nun – wenn es so ist, darf uns auch die Offenheit mancher Antworten nicht stören. Schließlich existiert das alles nur im Kopf. Es sind ja keine echten Menschen.
Hierzu schreibt @silenttiffy in ihrer unnachahmlichen Art:
Q: Warum macht es Dir soviel Spaß Dein Leben so transparent zu machen?
A: Ich sehe keinen Sinn darin, es zu lassen. Menschen verstecken sich hinter der Idee von Privatheit um den Eindruck zu erwecken, zu funktionieren. Wenig soll an die Öffentlichkeit dringen, denn angeblich macht das angreifbar. Dieser Einstellung zum Privaten ist zu verdanken dass Leute aus Scham ihre Depression nicht behandeln lassen, dass Leute sich selbst zerfleischen weil sie glauben die einzigen zu sein die irgendwas haben oder nicht haben, usw – ich sehe dass zu viel Leid auf Illusionen über die Beschaffenheit anderer Leben fußt. Möglich dadurch, dass alle ihre Leichen im Keller verstecken. Ich stelle meine auf den Balkon, wo sie als Flitterwerk mein Ziel zieren: mich selbst anzubieten als unmögliche Person, und anderen dadurch Trost und Beispiel sein. Viel Schlechtes ließe sich vermeiden wenn alle dazu stehen würden was sie sind.
Fördert Formspring eine Art Online-2-Klassen-Gesellschaft?
Es ist klar, dass jemand der als einzigen Hinweisgeber auf seine Formspring-Seite einen Twitter-Account mit 40 Followern hat, kaum eine nennenswerte Menge an Fragen auf seine Seite lenken kann, wenn man sieht, wie selbst Twitterer mit mehreren tausend Followern immer wieder auf die Fragemöglichkeit hinweisen müssen.
Wenn das Thema stimmt, bietet Twitter die perfekte Plattform über Retweets Interesse auch auf einen kleinen Account zu lenken. Bei den Twitterern mit einigen tausend Followern genügt als Thema die eigene Person. Dieser Stellvertreter-Mechanismus gibt Zeitschriften wie Gala oder Bunte ihre Daseinsberechtigung. Über die, die „im Licht stehen“ möchten viele mehr erfahren. Was ist wirklich interessant daran, dass Amy Winehouse sich auf irgendeiner Karibikinsel wieder hat vollaufen lassen oder It-Girl XY ein Kind erwartet? Dann erfahre ich lieber etwas über Menschen, mit denen ein gedanklicher Austausch möglich ist.
Interessant ist auch, dass ich mit mehreren Menschen einen Meinungsaustausch hatte, die Formspring doof finden, denen mein Account aber sehr gut gefällt. Ist das nicht merkwürdig? Oder zeigt es nicht vielmehr, dass es nicht um das Werkzeug (Formspring), sondern um die Art der Nutzung gehen sollte. Jedes Medium trägt das Potential in sich für Gutes und Schlechtes eingesetzt zu werden. Ich betreibe seit über 20 Jahren Kampfsport. Dort wird das z.B. sehr deutlich.
Wird Formspring überleben?
Totgesagt wurde Formspring schon wenige Tage, nachdem es eine etwas größere Aufmerksamkeit auf Twitter erfahren hat. Zwei besonders reizende Beispiele von @HappySchnitzel und @coward23:
Wenn es gelingt die offensichtlichen Mängel im Bereich einer transparenten internen Vernetzung zu beheben steigen die Überlebens-Chancen sicherlich. Schon jetzt entsteht eine gewisse Vernetzung. Denn wenn ein aktiver Nutzer aus seinem Account heraus einem anderen Fragen stellt, dann wird sein Nutzername mit verlinkt. So besteht die Chance, dass der eigene Account aus Neugier ebenfalls besucht und eine Frage gestellt wird. Ein bisschen wie auf Twitter der „Folgst Du mir, folg ich Dir“-Mechanismus. Um die Neugier zu erhöhen, wird die Qualität der personalisierten Fragen möglichst hoch sein.
Weitere kleine Schritte dazu sind mit dem Following-Stream und ganz aktuell mit dem Fragenzähler getan.
Es gibt viele Dienste rund um Twitter, die nicht eigenständig, sondern nur durch und mit Twitter sinnvoll sind. Formspring versteht sich vermutlich nicht als Twitter-Anhängsel, wird aber solange auf einen externen Linkgeber angewiesen bleiben, wie es keine deutlich intensivere und transparentere Vernetzung der einzelnen Profile ermöglicht.
Letztlich bleibt auch für Formspring das Thema Monetarisierung zu klären. Im Vergleich zu Netzwerken wie Schüler-/Mein-/Studi-VZ, Facebook oder Twitter dürfte dieses Problem noch schwerer zu lösen sein.
Wer hat sonst schon über Formspring im Netz geschrieben?
@formschub hat einen kurzen Artikel zum Thema geschrieben, der an einem schönen Zitat von @silenttiffy zeigt, wie Formspring mehr sein kann als nur Frage und Antwort: …spring! Besonders beachtenswert finde ich auch den Kommentar (Nr. 3) von @Schlenzalot, der einen wichtigen Gedanken so eindrucksvoll und charmant darstellt, dass ich ihm nur beipflichten möchte.
Hier bietet Ritchie Pettauer ein Background Template als Photoshop-Datei und im Gif-Format und darüber hinaus eine gute Übersicht über bisherige Blogartikel zum Thema Formspring.me an.
Was kann man von Formspring lernen?
Welche Erkenntnisse sich im Bereich Social-Media-Marketing ergeben, können andere besser diskutieren. Der einzelne kann vielleicht lernen, dass man manchmal innerhalb weniger Minuten über einen im Grunde wildfremden Menschen Dinge wissen kann, die man zum Teil nach Jahren über den eigenen Partner, Geschwister, Nachbarn oder Freunde im „richtigen Leben“ nicht weiß. Das mag daran liegen, dass es im Verlauf einer wie auch immer gearteten Beziehungsanbahnung meist zu dem Punkt kommt, an dem man glaubt den anderen zu kennen. Von da an unterbleiben gezielte Fragen oft. In der Anonymität tun sich viele Menschen leichter zu fragen UND zu antworten.
Spricht das für Formspring? Meiner Meinung nach nur bedingt. Es spricht vor allem FÜR EINES: Nämlich sich mehr für seine Mitmenschen zu interessieren. Kurzfristig schätzen wir möglicherweise besonders die Menschen, die uns interessant erscheinen. Wenn die erste Attraktion verpufft ist, dann lernen wir vielleicht, dass es die interessierten (nicht im Sinne von Aufdringlichkeit, sondern im Sinne von aufrichtigem Interesse) Menschen sind, die unser Leben auf besondere Art und Weise bereichern.
Es gibt Menschen, die wirklich etwas zu sagen haben. Und einige dieser Menschen würden es nicht jetzt und nicht so und nicht hier tun, wenn wir sie nicht fragten. Fragen verändern umgehend unseren Blickwinkel und damit auch unsere Gefühle.
Fazit:
Die Zukunft des Internets ist Formspring.me vermutlich nicht. Nicht, weil die Idee der Fragen an eine Person oder Institution anstelle von Fragen an die Gemeinschaft nicht durchaus interessant wäre, sondern weil die Echtzeit-Komponente fehlt. Aber sind Automobile mit Verbrennungsmotor die Zukunft der Fortbewegung? Wohl kaum. Und doch können wir eine Menge Spaß mit ihnen haben und sie haben auch einen hohen individuellen Nutzwert.
Für mich und für meine Art zu denken, zu leben und zu arbeiten ist Formspring.me trotz des angesprochenen Optimierungspotentials ein Gewinn. Es motiviert mich viel eher etwas zu schreiben, wenn mich jemand danach fragt, als mein stummes Blog, das niemals sagt: „Ach komm Oli, es wird Zeit – schreib mal wieder was.“
Hast Du Dir bereits eine Meinung zu Formspring.me gebildet (was zum gegenwärtigen Zeitpunkt wahrscheinlich ist) wird Dich mein Artikel kaum davon abbringen. Das ist auch nicht meine Absicht. Vielmehr möchte ich denen, die noch nicht wissen, was sie davon halten sollen, eine Entscheidungshilfe liefern. Wenn du in diesem Blogpost einen Aspekt vermisst, der Dir bedeutungsvoll erscheint, wenn Du einfach nur „Hallo“ sagen willst oder etwas anders siehst und dem Ausdruck verleihen möchtest, freue ich mich sehr über Deinen Kommentar.
P.S. Unter formspring.me/FitnessOli findest Du mich auf Fromspring. Dort beantworte ich in unregelmäßigen Abständen ausgewählte Fragen zu den Themen Fitness, Ernährung & Gewichtsreduktion.











puh langer text
um fragen zu stellen und mehr über die menschen zu erfahren…und das finde ich gerade in kombination mit twitter toll weil man so schon bissi hinter die fassaden blicken kann und weiss ein wenig mehr mit wem man es zu tun hat.
ich finde , man sollte es als das nutzen für was es angelegt worden ist
dumme fragen ?! ich finde nicht dass es die gibt , der antwortende kann ja für sich selbst bestimmen was er antwortet und wie
rankings und so finde ich blöde, manchmal hat man schon das gefühl , man muss erst in einen bestimmten twitter/formspringkreis eindringen …und das ist vllt für viele auch abschreckend! mich hat es schon manchmal frustriert dass manche sich garnicht für die ”kleineren” twitterer interessieren, obwohl die nicht minder interessant sein müssen …genauso ist es bei formspring…
lg sandra
ich hab’s ja auf Twitter schon geschrieben, will aber die Frage auch hier nochmal stellen:
gerade, wenn jemand, so wie Du, inhaltlich wertvolle und nützliche Antworten auf konkrete Fragen schreibt stellt sich die Frage: wer hat am Ende das Nutzungsrecht für die dargebotene Information.
Man kann sich natürlich auf den Standpunkt stellen, daß die Masse der Antworten auf Formspring einen sehr geringen nützlichen Informationsgehalt haben, aber es bleibt dennoch eine Menge Information übrig. Auf der einen Seite Information über die gefragten Personen selbst, auf der anderen Seite, in Deinem Fall, Information, die sich durchaus auch anderweitig verwenden lässt.
Ich selbst habe mich eine Weile lang mit einer Frage-und-Antwort beschäftigt und, als ich mich daraus zurückziehen wollte, feststellen müssen, daß ich nicht nur keine Möglichkeit habe, die gegebenen Antworten zurückzuziehen, sondern mit den AGB sogar akzeptiert habe, daß das Unternehmen ggf. meine Antworten veröffentlicht, ohne, daß ich im Rahmen des entstandenen Vertrages ein Mitspracherecht hätte (und es vermutlich auch vor einem Gericht nicht erstreiten könnte).
Ich bin daher in solchen Fällen heute sehr vorsichtig und frage lieber vorher.
Grüße
pj
Lieber Peter,
vielen Dank für Deine wertvolle Ergänzung. Gerade bei themenbezogenen Accounts ist das ein sehr wichtiger Punkt.
Habe bisher zwar keinen Nutzungsanspruch seitens der Betreiber entdecken können, werde mich nach den Feiertagen aber noch mal dahinterklemmen.
Dass die Feiertage für Dich besonders schön und erinnernswert werden, das wünsche ich Dir und allen Lesern.
Dein Fitness-Oli
Die Idee hinter Formspring ist genauso banal und altbacken, wie die von Twitter und sicherlich deswegen so beliebt.
Das einzige was mich daran stört, sind die Menschen, die sich gleich als Heiland fühlen und meinen jeden und alle beraten zu können. Es wird förmlich gebettelt nach Fragen, weil man doch angeblich allen helfen könne… traurig!
Wundervoller Blogpost.
Ich selbst bin auch ein formspringer. Ich wollte diese Möglichkeit nutzen mich einmal von einer anderen Seite zeigen zu können. Wollte durch die Anonymität die Chance ermöglichen, mich anders kennen zu lernen. Mich nicht nur als zorniges Gör zu sehen, dass den ganzen Tag nichts anderes macht als touretteartig Fäkalausdrücke aneinander zu reihen. Da ich kein regelmäßiger Blogkritzler bin, sah ich darin die Chance in mehr als 140 Zeichen ein Bild von mir zu zeichnen und zu zeigen, dass ich eben nicht so bin, wie sie alle denken. Naja und mir war langweilig.
Als dann die Fragen eintrudelten, war ich um jede Ablenkung froh. Ich fand es witzig welch eigenartige Dinge mich gefragt wurden. Doch irgendwann vermisste ich sie, diese Fragen die andren formspringenden Menschen gestellt wurden. Die zeigen würden, dass man Interesse an meinem Leben hat und nicht nur von mir beschimpft werden will. Ich fühlte mich ein bisschen wie die 0190er-Domina, die mit der verbalen Peitsche durch ihre Follower jagt, die ihr anonym Fragen über Intimrasur und ähnliches stellen.
Sicher waren sie dabei, diese Fragen die sich mit meinem Leben beschäftigen und ich habe sie gerne beantwortet. Doch ich war ein klein wenig enttäuscht, dass man scheinbar nicht erwartet, dass ich mehr kann als über “Fick”-themen zu sprechen.
Meinen Account werde ich behalten. Ich werde auch regelmäßig die Frage-Antwort-Spielchen der andren studieren und mich an den Antworten erfreuen, die es mir ermöglichen ein besseres Bild von demjenigen zu erhalten. Und vielleicht werde ich auch ab und an Fragen stellen. Doch mein “Ziel”, dass ich mir mit dieser Plattform gesteckt hatte, wurde leider nicht erreicht. Obwohl… es gab mir zu Denken. Darüber, was ich wohl für ein Mensch bin, dass man nicht erwartet, dass er auf “echte” Fragen reagieren könnte.
Vielen Dank nochmal für diesen wunderbaren Text und die Möglichkeit mich hier mal gepflegt zum Äffchen zu machen.
Liebe Barbara,
bin schon mit einem Bein offline und in den Real-Life-Weihnachtsvorbereitungen. Ich hoffe und wünsche Dir, dass das hier ein paar Leute lesen und wahrnehmen, dass Du mehr zu geben hast als das, was wohl jeder zu erwarten scheint. Nach den Feiertagen bekommst Du von mir einige interessierte Fragen.
Liebste Grüße,
Dein Fitness-Oli
P.S. Für all diejenigen, die mir Formspring-Fragen stellen: Nach Weihnachten gibt es die nächsten Antworten. Habe auch noch ein paar Fragen im Postfach. Bitte um etwas Geduld.
Wunderbarster Oli,
wie immer ist dem nichts hinzuzufügen. Toller Artikel!
Und vielen Dank auch für die schmeichelhaften Worte zu meiner Person. Ich selbst hab ja manchmal Angst, wenn potenzielle Textkunden mich lesen, müssten sie schreiend die Flucht ergreifen … tun sie aber aus irgendwelchen Gründen nicht. Naja, sind auch nur Menschen, und Menschen sind eben komisch.
Fröhliche Weihnachten – und lass Dich mal drücken!
Die Liiiilian.
Hallo Olli,
ich hatte dir bei Formspring geantwortet – bis jetzt kam noch nichts zurück. Brauche deine Hilfe aber wirklich, ich weiß nicht mehr weiter.
Dein weißer Rosenverkäufer
Deine Formspring-Frage ist nicht untergegangen. Habe bis Montag noch volles Programm und möchte es nicht zwischen Tür und Angel beantworten. Ein wenig Geduld, lieber weißer Rosenverkäufer.
P.S. Das ist wohl ein Zeichen, dass es eine 10 auf der Skala ist.
fast sprachlos sitze ich da.
Das hat man nun davon, wenn man (also ich) sich (also mich) für 6 Wochen aus dem Netz verabschiedet. In den Bergen rumkraxelt, statt sozial und medial zu kritzeln, verpasst man beinahe die nächste Generation, die Menschen im Web näher bringt. Also tatsächlich näher. Fragen und Antworten, das ist doch der tatsächlich menschliche Dialog, den ich bisher vermisse. Diesen gibts selten im immernoch Marketing-denk-getriebenen Facebook, Twitter und Co.
Meinen ergebensten Dank, lieber Oli.
ps. Sprachlos und trotzdem fähig zum Dialog. Das vermag bloss eine Frage..